Kormorane - eine Bedrohung für die Fischerei in Bayern
Wie war´s füher?

jedenfalls einfacher, wie Theodor Fontane in den "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" beschreibt:

"...das Garde-Jägerbataillon in Potsdam schickte seine besten Schützen, und so rückte man ins Feld. Zuletzt waren Pulver und Blei stärker als die Kormorans, und sie blieben entweder auf dem Platz oder setzten ihren Zug in friedlichere Gegenden fort. Sind auch nicht wiedergekommen. Aber die Muränen auch nicht"

den vollständigen Text gibt´s hier zu lesen:

Wissen ist Macht! Es geht nicht zuletzt darum, in den Diskussionen bestehen zu können. Dass diese Gespräche nicht selten emotionsbeladen verlaufen, liegt in der Natur der Sache: Wer akzeptiert unter jenen, die der Fischerei nicht nahe stehen, dass es notwendig sein kann, "arme Vögel" zu töten. Eigenartig, geht es um den Wald, wird der Abschuss von Reh und Hirsch nur von wenigen Fundamentalisten bekämpft. Der Ochsenfrosch, der sich als Fremdling am Rhein ausbreitet und erhebliche Schäden unter den heimischen Fischen, Amphibien und kleinen Säugetieren anrichtet, wird mit Förderung anderer Naturschützer intensiv behagt. Warum nicht auch der "fremde" Kormoran?
Ede Brumund-Rüther hat Belege gefunden, wonach Phalacrocorax carbo sinensis eben kein heimischer Vogel ist

In der wohl umfassendsten Arbeit aus jüngster zeit für Bayern gilt das Gutachten von Keller/Vordermeier. Dort wird der Kormoran als ein in Bayern heimischer Vogel beschrieben. Abgesehen davon, dass die zitierte Quelle den Vogel als ausserordentlich seltenen Durchzügler beschreibt, bleibt die Frage, ob dies auch für Phalacrocorax carbo sinensis gilt, der im Gegensatz zum Küstenkormoran (Phalacrocorax carbo carbo) mit höchster Wahrscheinlichkeit ein "Zugereister" ist. Aber lesen Sie zunächst das Originalzitat von Jäckel und bilden sich eine eigene Meinung