ökologischer Bewirtschaftungsplan
Mit großem öffentlichen Interesse wurde im späten August der von Dipl.-Biol. Bernd Tombek erarbeitete Bewirt-schaftungsplan für die untere Fränkische Saale präsentiert. Vorausgegangen sind über drei Jahre reichende Untersuchungen. Dabei wurden das geologische Umfeld, die klimatischen Verhältnisse, das Einzugsgebiet mit Hydraulik, die Nebenbäche und die Gewässergüte erfasst. Selbstverständlich ist auch die Fischfauna erhoben worden. Das Vorhaben fand ideelle und finanzielle Unterstützung des Fischereiverbandes Unterfranken e.V.

Die Präsentation fand ein überragendes Medienecho, viele Zeitungen und der Rundfunk berichteten über das Ereignis, das nach Auskunft des Landesfischereiverbandes Bayern das erste seiner Art im Freistaat ist.

Grundlage für die Erfassung der Fischbestände waren Befischungen mit dem E.-Gerät nach der Fang- /Wiederfang-methode. Dabei werden an einem Tag auf einer definierten Strecke Fische gefangen und markiert. Unter gleichen Bedingungen wird am darauf folgenden Tag die Strecke erneut gefischet, aus der Differenz zwischen gefangenen markierten und nicht markierten Fischen lässt sich nach einer Formel der Bestand hochrechnen.

Der weiteren Absicherung der Ergebnisse dienten Netzbefischungen in tiefen Gewässerzonen. Die Hegefischerei-genossenschaft "Untere Saale" hat wertvolle Erkenntnisse über die künftige Besatzpolitik bekommen und wird ihr künftiges Vorgehen eng mit der Fachberatung Fischerei abstimmen. Wie ein vernünftiger einer Fischpopulation aussehen sollte, zeigt eine graphische Gegenüberstellung von Holzer.

Fischvorkommen
Population nach Holzner